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Der Masterplan für die Innenstadt

Die künftige Entwicklung des Gummersbacher Zentrums detailliert in den Blick nehmen: Diesen Zweck erfüllt das „Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept Gummersbach-Zentrum 2030” (IEHK). Damit liegt ein Masterplan für die Zukunft vor, der es in sich hat.

Das durch das Büro Architektur Stadtplanung Stadtentwicklung, Hamerla | Gruß-Rinck | Wegmann + Partner aus Düsseldorf erarbeitete Konzept beschreibt 19 Maßnahmen mit Gesamtkosten von fast 65 Millionen Euro. Dazu gehört als ambitioniertes Projekt der Umbau und die Erweiterung der alten Vogtei. In dem historischen Gebäude soll ein Begegnungszentrum für die gesamte Stadtgesellschaft entstehen. Ebenso anspruchsvoll klingen die Pläne zur Schaffung einer „Bibliothek der Zukunft“ mit der früheren Städtischen Badeanstalt als Kern. Damit bekommt die jetzige Kreis- und Stadtbücherei ein völlig neues Gesicht.

Weitere im IEHK vorgesehene Maßnahmen sind die Aufwertung von Altstadt und Hexenbuschpark. Den Auftakt im Reigen der Vorhaben machen die Umgestaltungen von Bismarckplatz und Rathausplatz samt der angrenzenden Straßen. Diese Arbeiten sollen in der zweiten Jahreshälfte 2018 beginnen. Das Konzept umfasst auch Ideen zur Attraktivierung von Citymanagement und Quartiersmanagement. Insgesamt ist für das IEHK ein Realisierungszeitraum von acht Jahren bis 2025 vorgesehen.

Handlungsprogramm bis 2030

Inhaltlich orientiert sich der Masterplan an der Analyse zukunftswichtiger Bereiche wie demografischer Wandel, Bildung, Kultur, Soziales und Mobilität. Das übergreifende Thema Klimawandel reicht in mehrere Sektoren hinein. Im Umgang mit all den Faktoren zeigt sich, wie gut Gummersbach für die Zukunft aufgestellt sein wird. Der Nutzen des IEHK liegt vor allem in seinem Charakter als umfangreiches, zielgerichtetes Handlungsprogramm bis zum Jahr 2030. 

Insofern bietet es der Stadt Planungssicherheit und liefert privaten Investoren Anreize für eigenes Engagement – etwa durch Elemente wie ein Fassadenprogramm und einen Verfügungsfonds. Der größte Teil der Investitionen wird aus Mitteln der Städtebauförderung von Bund und Land getragen. 

Die Inhalte der gut 200 Seiten des IEHK sind aber nicht in Stein gemeißelt. Während der Umsetzung bleiben die politischen Gremien gefragt – wie auch die Einwohnerschaft. Es wird großer Wert auf Mitwirkung gelegt. Beim Blick nach vorn sind sich Verwaltung, Politik und Fachplaner einig: Gummersbach verfügt über viele Möglichkeiten, sich seine Zukunftsfähigkeit zu erarbeiten und neue Akzente zu setzen. Mit Hilfe des Masterplans IEHK kann die Kreisstadt wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt der Region bleiben.