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Vom Sorgenkind zum Impulsgeber für die Stadt

Aus einer Industriebrache ist ein lebendiger Teil der Innenstadt geworden: Mit der Revitalisierung des Steinmüllergeländes hat Gummersbach eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Nachdem entscheidende Projekte realisiert worden sind, geht es nun an neue Herausforderungen.

Es war das Mammutprojekt der Gummersbacher Stadtentwicklung seit dem Jahr 1999: die Umwandlung des Steinmüllergeländes von einer 18 Hektar großen Industriebrache in ein modernes Quartier voller Leben. Dass es dazu gekommen ist, liegt vor allem an dem Mut, neue Wege zu gehen, auf qualitätvolle Planung zu setzen und gute Ideen zu realisieren. Dazu kam die große finanzielle Unterstützung seitens des Landes Nordrhein-Westfalen – nicht zuletzt im Zuge der Regionale 2010. Mit dem Kauf des Geländes durch die Stadt 2002 galt es, die Weichen richtig zu stellen. Die intelligente Rahmenplanung 2006 wies den Weg, die Ansiedlung von Technischer Hochschule Köln, Campus Gummersbach, sowie die Eröffnung von Halle 32 und Schwalbe-Arena folgten. Schließlich konnte 2015 auch der Startschuss fürs neue Einkaufszentrum gegeben werden.

Mittlerweile geht es nicht mehr wie zu Beginn des Prozesses um Grundsatzentscheidungen. Das Steinmüllergelände ist vom Sorgenkind zum Impulsgeber für das gesamte Zentrum und weitere Stadtteile geworden. Was bleibt, ist die Aufgabe, das Areal im Sinne der bisherigen Strategie weiterzuentwickeln: als attraktiven Standort für Wirtschaft, Wissenschaft, Freizeit und Dienstleistungen. 

Zentrumsnahes Wohnen auf dem Ackermann-Areal

Hinzu kommt das in direkter Nachbarschaft gelegene Ackermann-Areal, wo der Schwerpunkt auf dem Bereich Wohnen liegt. 2008 hat die Entwicklungsgesellschaft Gummersbach diese weitere Industriebrache im Auftrag der Stadt gekauft. Auf der Fläche in Nähe des Stadtzentrums ging es darum, hochwertige Architektur und attraktive Grünräume mit flexiblen Wohnungsangeboten für alle Altersschichten zu verbinden. In der Folge eines städtebaulichen Wettbewerbs 2009 wurde das Areal in sieben Quartiere mit unterschiedlichen Profilen gegliedert. Um Ideen für dieses neue Stadtviertel zu entwickeln, hat es 2010 eine Mehrfachbeauftragung gegeben, an der sich sechs Architekturbüros beteiligten. Seitdem sind dort vielfältige Wohngebäude entstanden und neue im Bau – Zeichen für die nach wie vor große Attraktivität des Ackermann-Areals.

Bedeutung wächst weiter

Auch die Bedeutung des Steinmüllergeländes wächst weiter: Aktuell wird auf der Fläche ein neues Amtsgericht gebaut. Außerdem entsteht derzeit ein neues Kinocenter mit sieben Sälen und fast 1200 Sitzplätzen. Der Oberbergische Kreis will zudem seine Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren erweitern, der Bau eines Hotels konkretisiert sich und ein Bauunternehmen plant die Erweiterung des alten Gebäudes 51 in eine Firmenzentrale plus Lounge-Bar. 

Die Zukunft des ehemaligen Industrieareals hängt nun an klugem Grundstücksmanagement und der weiteren Orientierung am hohen Qualitätsanspruch, der für Architektur wie Freiraumgestaltung gilt. Die verbliebenen Baufelder sind mit Bedacht zu vergeben. In dieser Konzentration auf Wertigkeit sowie auf gemeinsames Planen und Handeln liegt weiterhin auch ein Schlüssel für die weitere Entwicklung der Gesamtstadt.

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