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Mitwirken bei planerischen Prozessen

Auswirkungen von Stadtplanung betreffen die Menschen unmittelbar. Da liegt es nahe, sie an den planerischen Prozessen mitwirken zu lassen. Bürgerbeteiligung gilt mittlerweile als wichtiger Bestandteil der Städtebauförderung, erst recht, wenn es ums Eingemachte geht – wie bei Projekten im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“. Bereits seit 2015 sind die Einwohner von Bernberg in die Überlegungen zur Aufwertung ihres Stadtteils einbezogen: in Form von Informationsveranstaltungen und Workshops. So gab es in jenem Jahr fünf Expertenrunden zu den Oberthemen Soziales, Vereine, Wohnen, Schule & Kita sowie lokale Ökonomie. Jedesmal waren lokale Akteure aus den jeweiligen Bereichen gefragt. 

Besonders intensiv verlief die Bürgerbeteiligung im Rahmen des sogenannten Werkstattverfahrens 2016. Drei Planungsbüros hatten ihre Vorstellungen zur Gestaltung der Freiräume in Bernberg entwickelt. Diese Ideen sind dann den Einwohnern in zwei öffentlichen Veranstaltungen präsentiert worden. Sie bekamen Gelegenheit, mit den Planern ins Gespräch zu kommen, aktiv die Planung zu beeinflussen und zu bewerten. Als Ergebnis des Werkstattverfahrens wurde ein Büro mit der Umsetzung seiner Pläne beauftragt.

Anregungen zur Nordachse

Große Bedeutung für die Fußgänger im Viertel besitzt die Nordachse, die zentrale Fußwegverbindung des Quartiers. Für die unmittelbaren Anlieger des Wegs, aber auch weitere Einwohner gab es 2017 die Möglichkeit, die Entwurfsplanung mit dem beauftragten Planungsbüro zu besprechen und weitere Anregungen zu geben. 

Großen Zuspruch erlebten 2017 zwei Workshops zum Thema Umgestaltung des Schulhofs der Grundschule. Zunächst waren die Erwachsenen an der Reihe: Eltern, Lehrer sowie die Erzieherinnen der Offenen Ganztagsschule haben den Schulhof unter die Lupe genommen und dabei einzelne Bereiche bewertet. In Gruppenarbeit ging es anschließend daran festzulegen, wo Veränderungen nötig sind, um bestimmte Nutzungen zu ermöglichen wie etwa Spielflächen, Veranstaltungsflächen und ein Fahrradparcours. Zum anderen konnten auch die Schüler der Klassen eins bis vier den Schulhof kritisch betrachten und angelehnt an den ersten Workshop sagen, wo sie ihren Schwerpunkt im Bereich Spielen sehen. Das Votum war deutlich: das Klettern stand ganz oben. Insgesamt werden im Verlauf des Programms „Soziale Stadt“ weitere Beteiligungsmöglichkeiten für die Bernberger folgen.