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Dreh- und Angelpunkt des Viertels

Dem alten „Gemeinschaftszentrum“ aus den 1970er-Jahren steht eine umfassende Sanierung und Erweiterung bevor. Der Umbau zum „Begegnungszentrum“ mitten im Quartier bringt für das Gebäude ein völlig verändertes Raumkonzept, das die Grundlagen liefert für Kommunikation, Integration und Bildung. Das neue Begegnungszentrum dient als Anlaufstelle, Treffpunkt und Aufenthaltsort, es gibt Beratung, Unterhaltung, Feste. Einheimische wie Zugewanderte finden hier in Zukunft den Platz, an dem sie beste Bedingungen vorfinden, um zusammenkommen zu können. Hier stehen demnächst spezielle Angebote für die unterschiedlichsten Zielgruppen bereit, quer durch die Generationen. Somit wird das Zentrum weit mehr als seine ursprüngliche Funktion erlangen, sondern als erweiterter Dreh- und Angelpunkt im Viertel wirken.

Basis für den Umbau des zuletzt als Alten- und Jugendzentrum genutzten Komplexes bildet ein Konzept, das jeder der vier Etagen einen bestimmten Bereich zuzuweist. Das Untergeschoss dient mit diversen Gruppen-, Spiel- und Lernräumen der Kinder- und Jugendarbeit. Zusätzlich wird es einen Innenhof geben mit einer Calisthenics-Anlage als Mittelpunkt. Das Erdgeschoss bildet den Begegnungsbereich mit dem deutlich aufgewerteten großen Saal. Das erste Obergeschoss sieht den Seniorenbereich vor: mit einem neuen Seniorencafé und einem großen Gruppenraum samt Terrasse. Das oberste Stockwerk bietet optimale Bedingungen für Bildung und Integration. Dort liegen künftig Seminar- und Beratungsräume, die auch von nicht städtischen Anbietern gemietet werden können.

Bessere Optik, weniger Energieverbrauch

Im Zuge der Sanierung erfährt das Gebäude gleichzeitig mit einer optischen Verbesserung eine energetische Optimierung – ganz im Sinne des Klimaschutzes. Für die Planung verantwortlich zeichnet das Lüdenscheider Architekturbüro Kollektiv Kaldewey + Wortmann KKW, das beispielsweise die Erweiterung des Museums August Macke Haus in Bonn als Referenz nennen kann.

Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Bernberg spielt das Begegnungszentrum eine wichtige Rolle. Als Investitionssumme sind 4,8 Millionen Euro veranschlagt, von denen Land und Bund 70 Prozent übernehmen und die Stadt Gummersbach die weiteren 30 Prozent. Mit den Bauarbeiten ist im April 2020 begonnen worden. In etwa anderthalb bis zwei Jahren soll für die graue Maus aus den Siebzigern ein neues, buntes Leben beginnen.