Wir bauen weiter!

Innenstadtnahes Wohnen galt noch vor wenigen Jahren als eher unattraktiv – vor allem auf dem Land, wo das Einfamilienhaus am Ortsrand häufig den Vorzug genoss. Doch der Trend dreht sich, auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Immer mehr Menschen möchten die Vorteile genießen, die das Leben mitten in der Stadt bietet, wo eine vielfältige Infrastruktur gleichsam vor der Haustür liegt und vieles zu Fuß erledigt werden kann. Zudem entwickeln Architekten und Stadtplaner neue Modelle qualitätvollen Wohnens, die verschiedenste Ansprüche erfüllen.
So auch auf dem früheren Areal der Firma Ackermann: Gleich neben dem Steinmüllergelände gelegen, entsteht hier in Kürze ein lebendiges Wohngebiet mit hochwertigen Freiräumen und moderner Architektur. Autofreie Innenhöfe, aufgelockerte mehrgeschossige Bebauung und Stadthäuser eröffnen neue Möglichkeiten, zentrumsnahe Lebensqualität zu erfahren. Sechs verschiedenartige Wohnquartiere sind von mehreren Architekturbüros für das Gebiet entwickelt worden: ein Ideenwettbewerb, den die Entwicklungsgesellschaft Gummersbach im Rahmen einer städtebaulichen Machbarkeitsstudie angestoßen hat.

Die Rahmenplanung stammt von der Aachener Arbeitsgemeinschaft „reicher haase associierte“ und der „Planergruppe Oberhausen“. Deren Vorstellung war es auch, sämtliche Quartiere auf dem Gelände durch einen zentralen Fußweg zu verbinden, der von Bäumen gesäumt und von Spielgelegenheiten sowie Sitzbänken unterbrochen sein wird. Darüber hinaus bindet der Weg das neue Viertel barrierefrei an die bestehende Innenstadt an, führt in Richtung Osten in direkter Linie über das Steinmüllergelände, vorbei an der Halle 32 und dem neuen Einkaufszentrum hin zur Fußgängerzone Hindenburg-/Kaiserstraße.
Das erste prägende Haus auf dem Ackermann-Areal, die Kindertagesstätte „Hand in Hand“, konnte bereits im September 2010 bezogen werden. Die vorgesehenen sechs Wohnquartiere in der Nachbarschaft entstehen demnächst nach und nach. Eine Besonderheit weist das Quartier 3 auf: Die Planung sieht dort Gebäude mit flexibler Grundstruktur vor, die eine erhebliche Bandbreite ermöglichen und besonders für selbstorganisierte Baugruppen in Frage kommen.

Die Varianten und Vorschläge zur Gestaltung modernen innerstädtischen Wohnens in Gummersbach haben bereits zahlreiche Interessenten gefunden. Zum ersten Informationsabend im Dezember 2010 kamen weit über 100 Gäste in die Stadthalle. Inzwischen wollen rund 300 Menschen mehr wissen über die Möglichkeiten, die das Ackermann-Areal bietet.