Planungen realisieren

Der Rahmenplan beschreibt die Randbedingungen für die bauliche Entwicklung

Als Ende der 90er Jahre für das Traditionsunternehmen „Steinmüller“ das Aus kam, war dies für die Stadt und für die gesamte Region ein großer Schock, nachdem das Unternehmen über 150 Jahre die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt entscheidend mit geprägt hat. Mit dem Brachfallen weiter Teile des 18 ha großen innerstädtischen Industrieareals stand man vor der Frage wie mit diesem Verlust umzugehen sei.

Den Verlust als Chance begreifend, verfolgen die Stadt Gummersbach mit der Entwicklungsgesellschaft Gummersbach und mit dem Oberbergischen Kreis im Rahmen der Regionale 2010 die Entwicklung eines unverwechselbaren, regionalen Kristallisationspunkt auf dem ehemaligen Steinmüller-Gelände. Die große regionale Bedeutung dieses Projektes manifestiert sich in der Einstufung als Projekt mit A-Prädikat im Bereich :stadt der Regionale 2010.

Diese Einstufung stellt hohe Anforderungen an die Entwickung der Fläche und an die Qualität des zukünftigen Nutzerprofils, an die Gestalt von Städtebau, Architektur und öffentlichen Räumen, aber auch an die Integration der Öffentlichkeit in den Planungsprozess.

In der Rahmenplanung für das ehemalige Steinmüller-Gelände wurden, basierend auf dem Siegerentwurf des Büros Lex Kerfers Landschaftsarchitekten aus München im freiraumplanerischen Wettbewerb 2005 in Kooperation mit dem Büro scheuvens + wachten aus Dortmund, Nutzungsszenarien und Typologien zur Entwicklung der Hauptbaufelder festgeschrieben.

Es wurden aber auch Strukturen entwickelt, die ein stabiles Gerüst an öffentlichen Räumen darstellen und auch unabhängig von Einzelentwicklungen auf der Fläche im Stadtgefüge wichtige Verbindungsfunktionen übernehmen. Die öffentlichen Räume, Straßen, Plätze und Freianlagen dienen in diesem Konzept als Gerüst und Vernetzungselement gleichermaßen. Darüber hinaus bilden sie mit hohen gestalterischen und funktionalen Ansprüchen einen wichtigen Qualitätsbaustein zur Profilierung der neuen Adresse „Steinmüller“ als hochwertige Gewerbefläche.

Der zentrale Freiraum in diesem Konzept, der Stadtgarten mit der Halle 32 als zentralem Ankerpunkt, bildet die wichtigste fußläufige Verbindung vom neugestaltetem Eingang aus der Innenstadt im Norden zur der neuen Fachhochschule im Süden. Der Stadtgarten soll autofrei bleiben.

Die Fahrerschließung der einzelnen Grundstücke erfolgt über eine beidseitig befahrbare Ringsstraße, die neue „Steinmüllerallee“. Mit einem durchgehenden Baumbesatz wird auch hier der hochwertige Charakter des Quartiers weiter ausgebaut.

Der rechts abgebildete Rahmenplan zeigt EINE mögliche bauliche Entwicklung der Fläche im Endausbau. Das bedeutet, dass hier nur die Aufteilung der Grundstücke und Verteilung der Baukörper dargestellt ist, wie sie nach städtebaulichen und gestalterischen Vorgaben möglich wäre.

Das Konzept des Rahmenplans kann je nach Ansiedlungsinteresse innerhalb der Baufelder flexibel auf die von Investoren gestellten Anforderungen und Bedürfnissen reagieren.

Visualisierung, Stand: 2010
Visualisierung, Stand: 2010
Rahmenplanung, Stand 2010
Rahmenplanung, Stand 2010