2. Projekttag am 3. Juli 2005

Das Sommerfest mit Ausstellung zum freiraumplanerischen Wettbewerb und Kinderaktionen lockte bei strahlendem Sonnenschein über 1500 Besucher am 3. Juli auf das Steinmüller-Gelände.

"Der Wettbewerb hat ausgezeichnete Lösungen hervorgebracht, der öffentliche Raum wird zum tragenden Gerüst der künftigen Standortentwicklung" – Dies betonten sowohl Prof. Gerd Aufmkolk aus Nürnberg, stellv. Juryvorsitzender und Laudator bei der Preisverleihung als auch Hans-Dieter Collinet, Abteilungsleiter im Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, der das Projekt und Wettbewerbsverfahren seit langem intensiv und engagiert begleitet. Collinet betonte den Vorbildcharakter des Planungsansatzes aus Landessicht, nicht nur des intensiven Einbezugs der Bürgerschaft in den Wettbewerb wegen. Erfahrungen in vergleichbaren Projekten zeigten, wie elementar die frühzeitige Gestaltung des öffentlichen Raumes für eine Adressbildung und erfolgreiche Gesamtentwicklung von Standorten sei. Es gelte, schon frühzeitig stadträumliche Qualitäten zu entwickeln, die eine Adresse, ein verändertes Image des Standortes mit sich brächten und diesen für potentielle Investoren attraktiv machten.

"Standort" Gummersbach war auch die zentrale Vokabel im anschließenden Kurzinterview, das Prof. Rudolf Scheuvens im Rahmen der Preisverleihung mit Jochen Kienbaum führte. Der Geschäftsführer des international tätigen Unternehmens "Kienbaum International Consultants GmbH" und erklärter Unterstützer des Projektes sprach der Stadt Mut zu, diesen anspruchsvollen Weg der Standortentwicklung weiterzugehen und skizzierte seine positive Vision von Gummersbach als dynamische Stadt, die es schafft, junge Menschen dauerhaft an sich zu binden. Hierbei käme dem Neubau der FH Köln, Campus Gummersbach eine zentrale Bedeutung zu. Kienbaum betonte auch, dass die Reaktivierung des Geländes als gemeinschaftliche Jahrhundertaufgabe von Stadt, Politik und Bürger- und regionaler Unternehmerschaft zu verstehen sei. Mit den nun vorliegenden Wettbewerbsergebnissen sei ein Meilenstein in der Gesamtentwicklung erreicht worden.

Das Rahmenprogramm des Sommerfestes richtete sich auch an den Nachwuchs. So galt es zum Beispiel, im Rahmen einer Steinmüller-Rallye die Fläche mit ihren Besonderheiten zu erforschen oder in luftiger (Hallen-)Höhe den eigenen Mut im Klettergarten des städtischen Jugendamtes zu erproben.

Darüber hinaus fanden ein Stelzenläufer mit Luftballonzoo, das Circus-Café, eine Bogenschießstation und das Tattoo- und Schminkstudio des Jugendamtes bei den Kleinen großen Anklang. Die Kreisposaunenchöre verliehen bei ihrem 85. Posaunenfest in der Halle 50 auf Steinmüller eine feierliche und orchestrale Stimmung. Ein gemütlicher Biergarten zwischen alten Hallen mit Imbiss und musikalischer Umrahmung bildete für alle Besucher die räumliche Mitte der Veranstaltung. Sie war Ort vieler Gespräche über die Zukunft des Geländes.

Den Abschluss bildeten die Preisverleihung zur Steinmüller-Rallye, mit einem Mountainbike als Hauptgewinn, überreicht von Bürgermeistger Frank Helmenstein. Der anschließende Luftballonwettbewerb entsandte über 500 rote „stadt:impuls Luftballons“ in den blauen Gummersbacher Himmel und in die weite Welt. Absender und Finder hoffen nun auf tolle Preise. Am nächsten Projekttag im Herbst 2005 wird man auch über den Ausgang dieses kleinen Wettbewerbes mehr wissen.