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Denkmal als Herz eines Zentrums für Wissen und Kultur

Wissen und Kultur bilden ein starkes Paar und bedingen einander. Das Projekt eines Zentrums für Wissen und Kultur an der Moltkestraße bietet die Chance, das zusammenzuführen, was zusammengehört. Mit dem historischen Hohenzollernbad als Kern und angegliederten Erweiterungsbauten besteht die Möglichkeit, Theater, Volkshochschule und moderne Bibliothek in einen Gebäudekomplex zu fassen – ausgestattet mit einem hohen Grad an Digitalisierung. Die Herausforderung lautet, einen vielfältigen Kultur- und Veranstaltungsort zu schaffen, der Bildung, Künste und Freizeitgestaltung vereint. Ein Theatersaal, Schulungs- und Büroräume der Volkshochschulen, Archivräume und ein multifunktional nutzbares Foyer formen Seite an Seite mit einer modernen Bibliothek einen magnetisch wirkenden Anziehungspunkt in der nördlichen Innenstadt. Dazu kommt die Funktion eines Integrationszentrums, wo Chancengleichheit für alle im Mittelpunkt steht.

Die bisherige Kreis- und Stadtbücherei soll sich im digitalen Zeitalter veränderten Nutzungsgewohnheiten und Ansprüchen stellen können. Die jetzige Unterbringung in den ehemaligen Räumen einer Turnhalle kann diesen Zielen nicht gerecht werden. Zudem fehlt in der Stadt eine angemessene Spielstätte für Theateraufführungen. Und den Volkshochschulen mangelt es an adäquaten Räumen. Daher ist die Idee eines Zentrums für Wissen und Kultur entstanden: mit der Einbindung des denkmalgeschützten Gebäudes der früheren Städtischen Badeanstalt. Dem vielen als „Hohenzollernbad“ bekannten, historischen Gemäuer kommt im Rahmen des Konzepts zentrale Bedeutung zu, nämlich als multifunktional nutzbares Foyer samt angrenzendem Quartierscafé. Die Bibliothek mit ihren derzeit rund 80.000 Medien sowie das Integrationszentrum fänden in einem viergeschossigen Neubau am jetzigen Standort Platz. Der wäre baulich mit dem Hohenzollernbad verbunden.

Attraktiver Vorplatz schafft hohe Aufenthaltsqualität

Auf diese Weise käme das Denkmal zu neuen Ehren, als Bestandteil des modernen Zentrums zwischen Innenstadt und Lindengymnasium. Die ehemalige Schwimmhalle spielt in den Überlegungen eine Hauptrolle als Lese- und Veranstaltungssaal, ausgestattet mit digitalen Arbeitsplätzen und gemütlichen Lese-Ecken. Im Zuge der Neubauten soll auch das Umfeld des Komplexes anders gestaltet werden. Zwischen Anbau und Eugen-Haas-Halle beispielsweise ist geplant, einen Platz anzulegen. Der bietet in den Sommermonaten Raum für Außengastronomie und fungiert als Kristallisationspunkt des öffentlichen Lebens in der nördlichen Innenstadt. Zur Aufenthaltsqualität tragen Sitzstufen bei, die in den Hexenbusch übergehen. Der dort gelegene Zugang in die Parkanlage erhält ein freundliches und einladendes Erscheinungsbild – wie auch der Eingangsbereich der Sporthalle.

In Funktion, Gestaltung und Wirkung soll das Projekt „Zentrum für Wissen und Kultur“ ein Glanzlicht in der nördlichen Innenstadt setzen und einen qualitätvollen, starken Mittelpunkt bilden. In diesem Haus kommen künftig unterschiedliche Akteure zusammen, nutzen die vielfältigen Angebote und die Gelegenheit, sich in kreativem Umfeld auszutauschen – und die Atmosphäre aus Alt und Neu zu erleben.