Steinmüllergelände Gummersbach EGG 2008

Erfolgreich bewegt!

Das sieht man in Gummersbach nicht alle Tage: In einer spektakulären Aktion wurde die Eisenbahnbrücke Ringstraße im Süden des Steinmüllergeländes an ihre endgültige Stelle verschoben. Genau eine Stunde dauerte es, bis Fachleute den 2.000-Tonnen-Koloss an seinen Standort brachten, Dutzende Gummersbacher ließen sich dieses Schauspiel nicht entgehen.

Der Innenstadtring schließt sich!

Die Brücke ist ein erster wichtiger Schritt zur Schließung des Gummersbacher Innenstadtrings. „Diese Baumaßnahme ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der nächsten Jahre“, unterstrich Bürgermeister Frank Helmenstein die Bedeutung des Projektes.

Gummersbachs Technischer Beigeordneter Stücker betonte: „Der Ringschluss wird den gesamten innerstädtischen Verkehr entlasten. Insofern spielt die Maßnahme für Gummersbach insgesamt eine entscheidende Rolle.“

Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf gut 9 Millionen Euro, etwa 6,8 Millionen (also 75 Prozent) davon übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Gemeindeverkehrsfinanzierung (GVFG).

Die Grundlage der Planungen zur Eisenbahnbrücke bildet eine Kreuzungsvereinbarung, die die Stadt Gummersbach im September 2007 mit der Deutschen Bahn AG geschlossen hat. Demnach ist die Stadt Kostenträger, während die Bahn die Abwicklung der Baumaßnahme übernimmt.

Die Brücke ist so konstruiert, dass sie außerhalb der Bahnflächen hergestellt wird. Im Zeitraum von März bis Oktober werden die Bauarbeiter an der Konstruktion arbeiten und ca. 1800 Tonnen Beton und 120 Tonnen Stahl verbauen. Das fertige Brückenbauwerk, das eine Weite von 15 Metern besitzt, wird dann in einer Sperrpause von nur zwei Tagen an seine endgültige Stelle verschoben. Innerhalb dieser zwei Tage werden die vorhandenen Gleise der Bahnstrecke aufgenommen, anschließend werden etwa 10.000 Tonnen Boden und Gestein bewegt, um Platz für die Brücke zu machen. Auf einer speziellen Verschubbahn wird die fertige Brücke dann in ihre Endposition unter der Bahnstrecke verschoben. Als abschließende Maßnahme werden die Gleise oberhalb der Brücke verlegt.

Das Bauwerk ist wie geplant im November 2009 fertigsgestellt worden. Es folgt dann im Jahr 2010 der Bau der Ringstraße selbst. Diese wird in Zukunft den vorhandenen Verkehrshalbring in Gummersbach schließen. Vom Stadtteil Rospe und dem Steinmüllergelände aus werden Verkehrsteilnehmer dann unter der Bahnstrecke hindurch, am ebenfalls neu geplanten Busbahnhof vorbei auf die Karlstraße und somit auf den dann geschlossenen Ring gelangen.

Steinmüllergelände Gummersbach BG Süd
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