Das Entree zur Stadt

Früher prägte ein eher tristes Bahnhofsgelände den ersten Eindruck von Gummersbach. Wer jetzt mit Bahn oder Bus in die Kreisstadt fährt, dem bietet sich ein völlig verändertes Bild: mit komplett neuem DB-Bahnsteig in moderner Ausstattung und neuem Busbahnhof! Das 130 Meter lange, messingfarben glänzende und futuristisch gestaltete Dach des Busbahnhofs vermittelt schon aus der Entfernung einen komplett anderen Eindruck. Die Konstruktion des vieleckig gestalteten Dachs, das auf Stützen aus dunklem Beton ruht, bildet das lange vermisste architektonische Entree in die Stadt. Unterstützt wird diese Anmutung bei Dunkelheit: Ins Dach eingelassene Strahler beleuchten sanft die Bussteige. Zusätzlich liegt ein Leuchtband auf der rückwärtigen Brüstung, die den Busbahnhof von der Rampe zum DB-Bahnhof abgrenzt.

Beide Bahnhöfe entfalten nicht nur optische Wirkung, sondern bieten viele praktische Vorteile, wie auf dieser Doppelseite zu sehen. Dazu kommt die komplette Barrierefreiheit beider Einrichtungen. Menschen mit Behinderung finden leicht zu bewältigende Rampen vor mit angepassten Geländern. In die Pflasterung eingelassen sind zudem taktile Elemente, die sehbehinderten Menschen mehr Sicherheit geben. Darüber hinaus erlauben in der Höhe angepasste Bus- und Bahnsteige bequemes Ein- und Aussteigen. Entworfen hat den neuen Busbahnhof das Kasseler Architekturbüro pape + pape.

Legende

1. Fußweg zum Bahnhof
2. Kiss & Ride
3. Taxistände
4. Digitale Fahrgastinformation
5. Stadtplan
6. Barrierefreier DB-Bahnsteig
7. Überdachte Bussteige und Wartehäusschen
8. Fußweg zwischen Innenstadt und Bus- / DB-Bahnhof
9. Fahrradboxen und -Bügel
10. Servicezentrale
11. Park & Ride
12. Ringstraße

Wie der neue Busbahnhof funktioniert

Damit die Abläufe auf dem neuen Busbahnhof perfekt ineinandergreifen, gilt auf dem Gelände die Einbahnstraßen-Regel. Die Busse fahren über den Kreisverkehr (am rechten Bildrand) auf den Busbahnhof und halten an ihren jeweiligen Bussteigen; dort finden Fahrgäste in Stelen die zugehörigen Fahrpläne. Die entsprechenden Linien sind in dem Plan oben verzeichnet. Alle Busse verlassen die Anlage über die zentrale Ausfahrt, die auf die Ringstraße mündet. Wenn dort ab Ende 2016 der Verkehr rollt, sorgt eine Ampelanlage dafür, dass die Busse zügig den Weg zu ihren Fahrtzielen antreten können: Auf Anforderung erhalten sie grünes Licht, während der übrige Verkehr auf der Ringstraße bei Rot warten muss. Gleiches gilt für Taxis, die von ihrem Stand im vorderen Bereich ebenfalls über diesen Weg den Busbahnhof verlassen. Am Ende des Geländes (linker Bereich) befinden sich die Pausenplätze, wo acht Busse parken können und für ihren nächsten Einsatz bereitstehen. Nicht auf dem eigentlichen Gebiet des Busbahnhofs liegt die Kiss&Ride-Haltebucht, in der oberen rechten Ecke des Plans angedeutet. Wer vom Steinmüllergelände aus zum Bus möchte, nutzt den in gerader Linie verlaufenden Fußweg zwischen der Steinmüllerallee und den Bussteigen, der ohne verwinkelte Ecken auskommt und gut beleuchtet ist. Die Verbindung findet ihre Fortsetzung mit dem rötlichen Streifen auf der Fahrbahn des Busbahnhofs, über den es zu den mittig gelegenen Bussteigen geht.

alles auf einen blick

Die Vorteile von neuem Busbahnhof und DB-Bahnsteig:

  • Servicezentrale: DB-Agentur mit DB-Ticketverkauf und kleinem Kiosk
  • OVAG-Fahrgastservice inklusive Fahrkartenverkauf
  • beheizter Warteraum
  • öffentliche, behindertengerechte Toilette
  • Fahrradboxen und -ständer
  • Digitale Fahrgastinformation DFI für Bus- und Bahnverbindungen
  • Schutz durch überdachte Bussteige und Wartehäuschen
  • Stadtplan zur ersten Orientierung
  • Kiss & Ride-Zone
  • Park & Ride-Platz
  • Taxistände
  • Neuer Halbstundentakt der Züge
  • Kurze Wege aufs Steinmüllergelände und ins Zentrum
  • Barrierefreiheit

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